Inliner fahren: Die besten Strecken rund um Wuppertal & das Bergische
Inliner fahren im Bergischen Land: Die schönsten, steigungsarmen Strecken rund um Wuppertal, Solingen, Remscheid. Tipps, Bewertung & Praxis-Checkliste.
- Nordbahntrasse Wuppertal: Die Königsstrecke für Genießer
- Korkenziehertrasse Solingen: Entspanntes Rollen ohne Steigung
- PanoramaRadweg niederbergbahn Velbert: Lange, asphaltierte Routen
- Balkantrasse Wermelskirchen/Remscheid: Klassiker mit Charme
- Glückauf-Trasse Hattingen & Extras: Neue Option für Inlineskater
Nordbahntrasse Wuppertal: Die Königsstrecke für Genießer
Atmosphäre urban-industriell, Asphalt von besonderer Qualität
TL;DR: Die Nordbahntrasse ist Wuppertals längster und beliebtester Inlinerweg mit fast 23 Kilometern flacher, durchgehend asphaltierter Strecke. Sie durchquert das Stadtgebiet meist kreuzungsfrei und begeistert mit spektakulären Tunneln und Viadukten – perfekt für längere Touren, Trainingseinheiten und Familienausflüge.
Wo einst Schienen lagen, rollen heute Inlineskater mit weitem Blick und überraschend wenig Höhenmetern quer durch das Wuppertaler Stadtgebiet. Die Nordbahntrasse ist zum Paradebeispiel kreativer Stadtentwicklung geworden. Auf rund 23 Kilometern verbindet sie Bahnhofsviertel, Wohngebiete und Parks beinahe kreuzungsfrei. Tunnel und Brücken liefern ein urbanes Flair, das selbst Hobbyfotografen inspiriert.

Skater, die Abwechslung suchen, nutzen einzelne Abschnitte für verschiedene Stimmungen. Die Innenstadt lockt mit Stadtleben, die Abschnitte Richtung Vohwinkel oder Barmen bieten Weite und Grün. Familien, Anfänger mit etwas Kondition sowie sportliche Skater finden hier ein ideales Trainingsrevier.
Zitate aus Nutzer- und Behördenperspektive
„Mehr Platz, weniger Ampeln, viel Abwechslung – die Nordbahntrasse ist unser heimlicher Star für Trainings und Ausflüge.“ — Stadt Wuppertal, Tourismusinformation (Quelle: wuppertal.de/nordbahntrasse, 2026)
Auch Radfahrer und Spaziergänger nutzen die Trasse intensiv. Rücksichtsvolles Fahren und angemessene Geschwindigkeit sind Pflicht!
Hintergrund: Wie Bahntrassen das Skaten revolutionieren
Bahntrassen wurden ursprünglich gebaut, um Zügen möglichst flache Strecken durch bergiges Terrain zu verschaffen. Heute profitieren Inlineskater von eben diesem Konstruktionsprinzip. Während das Bergische Land berüchtigt für seine Höhenunterschiede ist, bieten die alten Trassen komfortables Skaten ohne ständiges Bremsen oder Bergaufkämpfen.
Strecke, Einstieg & Lese-Logik
Die Nordbahntrasse lässt sich beliebig portionieren. Praktische Einstiegs- und Parkmöglichkeiten gibt es z.B. am Bahnhof Vohwinkel, am Ostersbaum oder am Wichlinghauser Bahnhof. Markante Stellen wie der Tunnel Schee oder das Viadukt kommen als Highlights zwischendurch. Wer will, kann eine Tagesetappe fahren oder spontan umkehren.
Korkenziehertrasse Solingen: Entspanntes Rollen ohne Steigung
Familiäre Atmosphäre und elf Kilometer Asphaltkomfort
TL;DR: Die Korkenziehertrasse in Solingen bietet auf rund 11 Kilometern eine nahezu steigungsfreie Strecke – ideal für Inlineskater, Familien und entspannte Trainingseinheiten. Verkehr und Kreuzungen sind kaum ein Thema.
Solingen glänzt mit einer Bahntrasse, die vor allem eines bietet: Entspannung für Skater. Die Korkenziehertrasse führt vom Südpark über Wald und Gräfrath Richtung Haan. Asphalt, kaum Steigung und selten Autoverkehr machen sie zu einem Muss für alle, die flüssiges Rollen ohne Anstrengung schätzen. Der Einstieg am Südpark eignet sich besonders für Anfänger und Familien mit älteren Kindern.

Längere Touren kann, muss aber niemand absolvieren. Immer wieder locken Möglichkeiten zum Pausieren. Besonders begeistert zeigen sich Skater vom ruhigen Verlauf durch Natur und Vorstadtareale. Tipp: Wer die Stadtgrenze erreicht hat, kann spontan umkehren oder ins Café einkehren.
Zitate und Besonderheiten
„Die Mischung aus Stadtnähe und Entspannung macht die Korkenziehertrasse für Inlineskater einzigartig.“ — Solingen Tourismus (Quelle: solingen.de/korkenziehertrasse, 2026)
Der Asphalt ist überwiegend sehr gut, ältere Abschnitte können aber nach Starkregen Laub oder kleine Äste tragen.
Strecke, Einstieg & Hintergrund
Empfohlen wird der Einstieg am Südpark. Von dort aus geht es Richtung Gräfrath oder Haan. Länge, Ambiente und Oberflächenqualität machen sie auch für späte Nachmittage attraktiv. Die Trasse ist Teil überregionaler Netzwerke und wird regelmäßig gepflegt.
PanoramaRadweg niederbergbahn Velbert: Lange, asphaltierte Routen
Regionale Verbindung und abwechslungsreiche Touren
TL;DR: Der PanoramaRadweg niederbergbahn gilt als längste Inliner-Route der Region. Die weitgehend steigungsarme Strecke verbindet Velbert, Heiligenhaus und Essen. Hochwertiger Asphalt und wenige Unterbrechungen machen den Weg auch für trainierte Skater attraktiv.
Wer Strecke machen möchte, schlägt den PanoramaRadweg niederbergbahn rund um Velbert ein. Er ist vollständig asphaltiert und offiziell auch für Inliner und Tretroller vorgesehen. Kurze Abschnitte eignen sich für Einsteiger, lange Etappen für Intensivnutzer. Der mittlere Bereich um Velbert-Mitte und Tönisheide ist besonders zu empfehlen. Wer weiterfahren möchte, erreicht Essen oder das südliche Umland.

Zitat: Offizieller Anspruch an Inliner
„Der PanoramaRadweg ist explizit für Inlineskates, Fahrräder, Skateboards und weitere Nutzergruppen nutzbar.“ — Stadt Velbert (Quelle: velbert.de/tourismus, 2026)
Die Teilabschnitte der ehemaligen Bahnstrecke sind gut asphaltiert. Außerhalb der Trasse wechselt die Oberfläche, Steigungen sind dann wieder vorhanden.
Strecke, Einstieg & Besonderheiten
Empfohlen: Zwischen Velbert-Mitte und Heiligenhaus. Hier finden sich mehrere Zugangspunkte und Rastmöglichkeiten. Wer ambitioniert fährt, verbindet den Abschnitt je nach Kondition mit dem angrenzenden Radwegenetz.
Balkantrasse Wermelskirchen/Remscheid: Klassiker mit Charme
Bergische Geschichte trifft auf glatten Teer
TL;DR: Die Balkantrasse ist das Bindeglied zwischen Remscheid-Lennep, Bergisch Born, Wermelskirchen und Burscheid – mit langen, steigungsarmen und asphaltierten Abschnitten. Perfekt für entspannte Tagesausflüge, kombiniert mit Einkehr in Hofläden oder Cafés.
Die historische Balkantrasse ist ein Geheimtipp für Inlineskater, die längere Strecken bevorzugen, aber Wert auf Genuss und ein wenig Lokalkolorit legen. Der Weg folgt der alten Bahnstrecke „Balkanexpress“. Gut ausgebaute und asphaltierte Teilstücke rund um Wermelskirchen und Bergisch Born bieten Fahrspaß ohne große Anstrengung. Im Vergleich zu Wuppertal und Solingen ist die Nutzerfrequenz etwas geringer; das Flair erinnert an echte Eisenbahnromantik.

Zitat & Bewertung
„Die Trasse bietet ein echtes Nahziel, ist aber auch für längere Touren ideal. Perfekt für den Mix aus Skaten und Kaffeepause.“ — Redaktion BERGISCH BEWEGT (Redaktionseinschätzung)
Asphaltqualität und Zustand einzelner Abschnitte können wechseln. Immer vor längeren Touren aktuelle Infos prüfen!
Kombination mit Einkehr – das Plus für Genießer
Eine Besonderheit: Skater nutzen die Strecke gerne für Tagestouren, kombiniert mit Stopps in Hofläden oder Cafés am Weg. So entstehen entspannte Ausflüge auch mit weniger konditionierten Mitfahrern.
Glückauf-Trasse Hattingen & Extras: Neue Option für Inlineskater
Von wassergebundener zur Asphalt-Top-Strecke
TL;DR: Die Glückauf-Trasse in Hattingen ist seit 2025 asphaltiert und damit erstmals voll für Inlineskater nutzbar. Knapp fünf Kilometer steigungsarmer Weg, dazu die Option auf den RuhrtalRadweg – dort aber nur abschnittsweise geeignet.
Die Glückauf-Trasse in Hattingen war früher für Inliner ungeeignet. Mit der Asphaltierung 2025 hat sich das Potenzial gewandelt: Die Strecke ist fünf Kilometer lang, eben und bietet flüssiges Skaten durch das Hattinger Stadtgebiet. Wer mag, bindet den RuhrtalRadweg an – dort aber durch wechselnde Oberflächensituationen (Pflaster, Fußwege) nur ausgesuchte Teilstücke nutzen.

Besonderheiten & Entscheidungslogik
Die Glückauf-Trasse eignet sich besonders für kurze, knackige Trainingseinheiten oder als Teil einer längeren, kombinierten Routenplanung. Speziell der neue Belag sorgt für mehr Fahrspaß und Sicherheit. Achtung: Der RuhrtalRadweg ist für Inlineskater nur selektiv geeignet.
Alternative: Funbox Remscheid & Skatepark Saaler Mühle Bergisch Gladbach
Remscheid punktet neben der Balkantrasse mit der Funbox an der Ringstraße – einer Indoor-Halle, die unabhängig vom Wetter Skaten ermöglicht. Der Skatepark Saaler Mühle in Bergisch Gladbach bietet einen modernen Flow-Stil, befindet sich jedoch noch im Bau. Vor Anreise Baustatus prüfen!
Unsere Strecken im Test: Vergleich & Entscheidungshilfe
Bewertungskriterien & Testsieger
Alle vorgestellten Strecken wurden anhand folgender Kriterien bewertet:
- Asphaltqualität & Länge
- Höhenprofil / Steigungen
- Sicherheit & Verkehr
- Besondere Highlights (Tunnel, Brücken, Natur, Urbanität, Cafés)
- Nutzerfreundlichkeit für verschiedene Zielgruppen (Anfänger, Familien, Fortgeschrittene)
Vorteile & Nachteile auf einen Blick
Vorteile
- Kaum Steigungen auf Bahntrassen
- Gute Asphaltqualität und Abschnitte ohne Autoverkehr
Nachteile
- Strecke meist gemeinsam mit Radfahrern, Spaziergängern
- Länge, Asphaltzustand und Bauarbeiten variieren je nach Abschnitt
Checkliste für die Praxis
- Streckenzustand vorab recherchieren (Asphalt, Baustellen, Sperrungen)
- Schutzausrüstung tragen: Helm, Hand-, Ellenbogen- und Knieschoner
- Wasser, Handy und kleines Reparaturset mitnehmen
- Bremsen auf gerader Strecke üben, vor Steigungen/Fußgängerzonen bremsbereit sein

Weitere Infos, Tipps & bewährte Alternativen
Besonders zu empfehlen für Einsteiger: Korkenziehertrasse Solingen, PanoramaRadweg niederbergbahn in Velbert. Für längere Touren: Nordbahntrasse Wuppertal. Familien profitieren von Bahntrassen mit variablen Einstiegen und wenig Autoverkehr wie in Wuppertal, Velbert, Solingen.
Indoor-Alternative bei Regen: Funbox Remscheid (ab August 2026 regulär geöffnet, kostenlos nutzbar). In Bergisch Gladbach ist die Saaler Mühle im Aufbau (vorher Baustellenstatus prüfen).
Zielgruppen im Blick
Perspektive für 20–40 Jahre
Sportlich orientierte Nutzer:innen, die Training und längere Distanzen suchen, finden mit der Nordbahntrasse und dem PanoramaRadweg niederbergbahn ideale Bedingungen. Die Kombination von urbanem Flair mit herausfordernden Etappen unterstützt Fitness und Abwechslung.
Perspektive für 40–60 Jahre
Nutzer:innen dieser Altersgruppe profitieren besonders von komfortablen, steigungsarmen Strecken ohne große Überraschungen. Die Korkenziehertrasse oder geruhsame Abschnitte der Balkantrasse erlauben flexible Tagesgestaltung, spontane Pausen bei Cafés und entspannte Bewegung.
Perspektive ab 60
Wanderungen mit leichten Inlineskater-Ausflügen oder geführte Gruppen eignen sich vor allem für die kürzeren, besonders ebenen Teilstücke rund um Velbert oder Wermelskirchen. Regelmäßige Pausen und begegnerfreundliches Tempo sind ratsam. Sicherheit durch Schutzausrüstung steht hier im Fokus.
„Das Bergische Land ist bergig – doch auf den alten Bahntrassen werden aus Hügeln plötzlich entspannte Skatestunden.“
Redaktion BERGISCH BEWEGT
Sie haben eine Lieblingsroute oder wünschen individuelle Inliner-Beratung? Schreiben Sie uns – das Redaktionsteam von BERGISCH BEWEGT unterstützt gerne!
Kontakt aufnehmenWeitere Stichwörter zu diesem Artikel
Das könnte Sie auch interessieren
Wanderroute Bergisches Land: Siefen, Wälder und Höhen erleben
Nordbahntrasse Wuppertal: Industriekultur und Natur auf der Rad-Route
Wohnmobilreise Bergisches Land – Freiheit erleben zwischen Seen, Wald & Fachwerk
Tagesausflug nach Velbert-Langenberg: Bücherstadt und Fachwerk-Charme
Taekwondo: Kampfkunst, olympische Disziplin und Lebensweg

