Ein kurzer Bummel durch die eigene Stadt oder ein Ausflug zu Schloss, Fachwerk und Waldkulisse? Die Weihnachtsmärkte im Bergischen Land bieten 2026 sehr unterschiedliche Gründe für einen Besuch. Für Menschen aus Mettmann ist besonders der Blotschenmarkt interessant: Er zieht wegen der Sanierung der St.-Lambertuskirche erstmals auf den Königshofplatz um. Auch in den Nachbarstädten gibt es Märkte mit ganz eigenem Charakter.
Die folgende Auswahl ist eine redaktionelle Orientierung, keine Rangliste. Termine können sich ändern. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Angaben der Veranstalter – insbesondere dort, wo noch keine genauen Öffnungszeiten veröffentlicht sind.
Mettmann: Blotschenmarkt an einem neuen Ort
Der Blotschenmarkt findet vom 27. November bis zum 13. Dezember 2026 statt. Wegen der Sanierung der St.-Lambertuskirche zieht er erstmals vom gewohnten Bereich der historischen Oberstadt auf den Königshofplatz. Damit beginnt für den traditionsreichen Markt ein neues Kapitel. Ob und wie sich das vertraute Marktgefühl am neuen Standort entfaltet, wird sich erst vor Ort zeigen.
Montags bis donnerstags ist der Markt von 16 bis 21 Uhr geöffnet, freitags bis 22 Uhr. Am Wochenende beginnt der Betrieb mittags; genaue Uhrzeiten sind in den vorliegenden Angaben nicht genannt. Wer den Blotschenmarkt besuchen möchte, sollte die aktuellen Zeiten vorab prüfen.
Für historische Kulissen: Lennep, Hattingen und Hückeswagen
Wer beim Weihnachtsmarktbesuch auch durch alte Gassen schlendern möchte, findet mehrere passende Ziele. In Remscheid-Lennep ist vom 10. bis 13. Dezember ein Weihnachtstreff auf dem Alten Markt vorgesehen. Die historische Altstadt mit bergischen Häusern und engen Gassen bildet dabei den besonderen Rahmen.
Der Nostalgische Weihnachtsmarkt in Hattingen soll vom 23. November bis zum 22. Dezember stattfinden. Hier ist die Fachwerkaltstadt selbst ein wichtiger Teil des Ausflugs. In Hückeswagen öffnet der Hüttenzauber vom 4. bis 6. Dezember. Regionale Händler und Aussteller bieten dort unter anderem Handarbeiten, Dekoration und Geschenkideen an. Die Öffnungszeiten: Freitag 17 bis 22 Uhr, Samstag 13 bis 22 Uhr und Sonntag 11 bis 20 Uhr.
Schlossatmosphäre in Solingen – und ein Waldmarkt in Velbert
Der Grünewalder Adventstraum auf Schloss Grünewald in Solingen ist für mehrere Wochenenden zwischen Ende November und dem 20. Dezember vorgesehen. Laut Veranstalter kommen rund 100 Aussteller pro Wochenende in den Park; außerdem sind Lichtinstallationen, Musik, Feuerschalen und Kunsthandwerk angekündigt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahre haben nach den Angaben des Veranstalters freien Eintritt. Auch auf Schloss Burg ist Ende November ein Adventsbasar angekündigt.
Eine andere Kulisse bietet der Wintermarkt im Wald-Abenteuer am Bismarckturm in Velbert-Langenberg. Die Termine sind der 11. bis 13. sowie der 18. bis 20. Dezember. Geplant sind Kunsthandwerk, Lagerfeuer, Livemusik und weihnachtliche Leckereien. Wer lieber einen klassischen Markt besucht, kann zum Weihnachtsmarkt Am Offers in Velbert gehen: Er ist für den 4. bis 6. und den 10. bis 13. Dezember angekündigt. Am ersten Wochenende gelten freitags 15 bis 21 Uhr, samstags 11 bis 21 Uhr und sonntags 11 bis 19 Uhr. Am Donnerstag, 10. Dezember, ist von 17 bis 21 Uhr geöffnet.
Für einen längeren Bummel: Wuppertal und Remscheid
Der Wuppertaler Winterzauber auf dem Laurentiusplatz soll am 19. November beginnen und bis zum 28. Dezember laufen. Dazu kommen weitere Weihnachtsangebote in Elberfeld. Als Gegenstück zum Innenstadttrubel empfiehlt sich Schloss Lüntenbeck: Dort sind Veranstaltungen an Adventswochenenden Anfang Dezember vorgesehen. Die genauen Termine sollten vor dem Besuch geprüft werden.
In Remscheid beginnt der Weihnachtstreff auf dem Theodor-Heuss-Platz bereits am 13. November und soll bis zum 23. Dezember dauern. Freitags und samstags ist er nach veröffentlichten Angaben teilweise bis 22 Uhr geöffnet. Wer einen längeren Saisonzeitraum sucht, kann diesen Markt mit einem Besuch in Lennep verbinden – allerdings an unterschiedlichen Tagen, denn der dortige Weihnachtstreff ist für den 10. bis 13. Dezember geplant.
Klein und gemeinschaftlich: Heiligenhaus und Radevormwald
Der Weihnachtsmarkt in Heiligenhaus findet vom 10. bis 13. Dezember auf dem Rathausplatz statt. Lokale Vereine, Gruppen und Einrichtungen prägen das Angebot. Geöffnet ist donnerstags und freitags von 16 bis 22 Uhr, samstags von 11 bis 22 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr.
In Radevormwald konzentriert sich das Marktgeschehen vom 11. bis 13. Dezember auf Marktplatz, Kaiserstraße und Schlossmacherplatz. Vereine und Händler bieten unter anderem Holzarbeiten, Handarbeiten, Schmuck und Weihnachtsdekoration an. Auch Reibekuchen, Bratwurst, Punsch und Glühwein gehören zum Angebot; Musik und Kinderangebote ergänzen das Programm.
Wermelskirchen: Advent unter einem großen Naturbaum
Ein besonderer Blickfang in Wermelskirchen ist der historische Mammutbaum mitten in der Stadt. Er ist knapp 27 Meter hoch und mehr als 150 Jahre alt und wird zur Weihnachtszeit mit hunderten Lichtern beleuchtet. Die Stadt bezeichnet ihn als Deutschlands größten innerstädtischen Naturweihnachtsbaum. Die Bergische Weihnacht beziehungsweise der kulinarische Weihnachtsmarkt gehört traditionell zu den zentralen Adventsveranstaltungen. Für 2026 weisen städtische Regelungen den zweiten Advent als Veranstaltungssonntag aus; aktuelle Veranstaltungs- und Öffnungszeiten sollten vor der Anreise geprüft werden.
Bergisch Gladbach: mehrere Märkte zur Auswahl
Wer verschiedene Formate vergleichen möchte, findet in Bergisch Gladbach mehrere angekündigte Angebote. Der Weihnachtsmarkt auf dem Konrad-Adenauer-Platz soll vom 19. November bis zum 23. Dezember stattfinden. Das Refrather Weihnachtsdorf ist für den 16. November bis zum 23. Dezember auf dem Peter-Bürling-Platz gelistet. Der Bensberger Hüttenzauber soll vom 19. November bis zum 30. Dezember laufen. Zanders Zauber auf dem ehemaligen Industrieareal ist für den 14. bis 23. Dezember vorgesehen.
Hinzu kommt der Unikat-Weihnachtsmarkt im Grandhotel Schloss Bensberg vom 10. bis 13. Dezember. Hier treffen Aussteller und Gastronomie auf eine historische Schlosskulisse. Für den Besuch wird Eintritt erhoben; laut Veranstalter ist ein Getränk enthalten. Kinder bis zwölf Jahre kommen kostenlos hinein. Wer genaue Bedingungen benötigt, sollte sie vorab beim Veranstalter nachlesen.
Welche Märkte passen zu welchem Ausflug?
- Für Mettmann und den Blick auf einen Traditionsmarkt im Wandel: der Blotschenmarkt am Königshofplatz.
- Für Fachwerk und historische Gassen: Hattingen, Hückeswagen oder Remscheid-Lennep.
- Für Schlosskulisse: Schloss Grünewald in Solingen oder Schloss Bensberg in Bergisch Gladbach.
- Für Waldatmosphäre: der Wintermarkt am Bismarckturm in Velbert-Langenberg.
- Für eine längere Saison: der Remscheider Weihnachtstreff oder die Märkte in Wuppertal und Bergisch Gladbach.
- Für ein lokales Vereinsumfeld: Heiligenhaus oder Radevormwald.
Das Bergische Weihnachtsmarktangebot lebt nicht nur von großen Innenstadtmärkten. Es reicht vom Vereinsmarkt bis zum Schlosspark und vom historischen Stadtkern bis in den Wald. Für Besucherinnen und Besucher aus Mettmann ist der neue Standort des Blotschenmarkts ein guter Anlass, zunächst vor der eigenen Haustür zu beginnen – und anschließend je nach gewünschter Atmosphäre einen Ausflug in eine der Nachbarstädte zu planen. Vor jeder Fahrt lohnt ein letzter Termincheck beim Veranstalter.
